Buch zum Thema Üben

Wenn das Üben am Instrument als Weg der inneren Reifung verstanden wird, verliert es den oft beklagten Ruf als notwendige, aber langweilige Tätigkeit. Die Monographie „Philosophische und anthropologische Aspekte des Übens“ untersucht den ‚Geist des Übens’.

Beim Üben von Details darf nie der Übende als Individuum vergessen werden. In Konsequenz heißt dies, dass der Übende metaphysische Fragestellungen auf Dauer nicht ausklammern darf, zumal dem gestalteten Kunstwerk diese Dimension fraglos zu eigen ist. Für das Transzendente offen zu sein, ist ein Spezifikum des Menschen, es ist der Weg  der Sublimierung des Egos zugunsten der ganzen Persönlichkeit. Hier eine Hilfestellung zu leisten, ohne ins Esoterische abzugleiten, ist die Absicht des Buchs.

Dem Übenden, vor allem aber auch dem Pädagogen, stellt sich die Aufgabe, das Üben dem jeweiligen menschlichen Entwicklungsprozess einzuordnen. Da es aber auf die Frage nach dem ‚Geist des Übens’ (O. F. Bollnow) keine abschließende Antwort gibt, begleiten anthropologische Aspekte und Fragen den Übenden ein Leben lang bis zur gelebten Meisterschaft. Dies macht die unersetzbare Bedeutung des Übens aus.

Das Buch gliedert sich in philosophische Aspekte  (u.a. die Kunst des Fragens; Erfahrung und Erlebnis; das Verhältnis von Theorie und Praxis), die Umwelt des Übenden und Betrachtungen über den Übenden (Persönlichkeit; sein ‚Leib’; Transzendenz; Disziplin; Transzendenz). Den Abschluss bilden Untersuchungen zu zwei zentralen Begriffen: Technik und Wiederholung.

Wolfgang Zybell

„Philosophische und anthropologische Aspekte des Übens“, 128 Seiten

ISBN 3-89206-917-4

erschienen 1999

 

im Verlag Die Blaue Eule

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